Handwerkliche Tradition, Form und Natur

Meine Arbeit gründet in der Freude am Formen und Gestalten und darin, dass etwas entsteht, was man nutzen kann, was schön ist — und einzigartig. Bei meiner Arbeit mit dem Material Ton lasse ich mich von der Natur inspirieren, von Strukturen, von Formen, von Farben, die dann in meiner Keramik — sozusagen zu Stein geworden — Ausdruck finden. Meine Keramik ist ungrell; sie ist funktionell, sie ist neben dem gewollt Dekorativen auch immer nutzbar. Sie ist für den Gebrauch bestimmt, und in dieser Tradition ist sie zeitlos.

Keramik will man begreifen, und das im doppelten Sinne des Wortes. Deshalb lege ich großen Wert auf die Gestaltung der Oberflächen. Mit den von mir bevorzugten gedeckten Farben auf matten Oberflächen soll meine Keramik natürliche Lebendigkeit ausstrahlen.

Das Besondere meiner Keramik liegt im Zusammenspiel von durchdachter Formgebung in Verbindung mit Naturobjeken. Dafür setze ich Blätter ein, aber auch Edelsteine oder Fossilien, naturveredelt durch Druck und einer Zeit von über 250 Millionen Jahren. Auch Keramik geht langsam, braucht Zeit zur Reifung in die Gestalt, die unser Auge erfreut und unsere Phantasie beflügelt.

Das, was meine Keramik auszeichnet, liegt deshalb im Spannungsfeld zwischen exakter Formgebung und der Launenhaftigkeit der Natur. Dabei geht es mir um das Zusammenwirken von handwerklicher Professionalität (als Basis für Qualität, Exaktheit und Passgenauigkeit) mit den naturgegebenen Zufälligkeiten:

Wie ein herabgefallenes Blatt im Herbstwind …